Manchmal muss man als Abteilungsleiter einfach neue Wege gehen. Deshalb stand die diesjährige Feierabendrunde unter dem Motto „Bike, Bier & Worschd“. Ziel des Ganzen war natürlich ausschließlich die sportliche Betätigung… oder vielleicht doch nicht? 😄
Dem Aufruf folgten sage und schreibe zwölf Radler. Ein neuer Teilnehmerrekord für eine Feierabendrunde! Ob das an der angekündigten Belohnung am Ende lag oder alle plötzlich ihre Liebe zum Radsport entdeckt haben, bleibt ungeklärt.
Eigentlich war geplant, die Geoparkrunde H1 zu fahren. Wie so oft im Odenwald blieb es allerdings nicht beim Plan. Heraus kam eine kreative Interpretation der Strecke – nennen wir sie einfach „H1 Director’s Cut“. Natürlich durfte dabei auch die Tromm nicht fehlen. Schließlich wäre es keine richtige Ausfahrt gewesen, wenn der Hausberg nicht anvisiert worden wäre.
Nach dem letzten Anstieg rief ich die ganze Gruppe noch einmal zusammen und verkündete mit ernster Miene:
„Ich muss euch leider enttäuschen… Bier und Wurst gibt es heute doch nicht. Das Ganze war nur ein sozialwissenschaftlicher Feldversuch. Ich wollte herausfinden, ob die Aussicht auf Essen und Trinken tatsächlich mehr Leute aufs Fahrrad lockt.“
Die Reaktionen reichten von ungläubigem Schweigen bis zu fassungslosen Blicken. Als dann einer der Teilnehmer tatsächlich begann, einen Strick aus seinem Rucksack zu holen, hielt ich es für den richtigen Zeitpunkt, den Scherz aufzulösen. Man muss schließlich wissen, wann Spaß aufhört. 😄
Natürlich gab es anschließend Bier, Worschd und alles, was versprochen war. Die verlorenen Kalorien wurden gewissenhaft ersetzt, die Flüssigkeitsspeicher wieder aufgefüllt und in geselliger Runde über die Tour, die Strecke und den gelungenen Abend gefachsimpelt.
Fazit: Zwölf Radler, eine leicht modifizierte Geoparkrunde, die obligatorische Tromm, ein geglückter Feldversuch und der eindeutige wissenschaftliche Beweis: Die Kombination aus Bike, Bier & Worschd erhöht die Teilnehmerzahl signifikant. Weitere Studien sind bereits in Planung. 😉🍺🌭


