Nach der überstandenen Hitzewelle stand das erste Juli-Wochenende ganz im Zeichen des Radsports. Von der gemütlichen Feierabendrunde über eine echte Langstrecken-Challenge bis hin zur Ehrung beim Stadtradeln war alles dabei.
Freitag – Feierabendrunde mit Familienpower
Pünktlich um 18:00 Uhr trafen sich fünf Radler wie gewohnt am Hammelbacher Rathaus. Die Strecke führte diesmal über den Radweg am Marbachstausee vorbei nach Hetzbach zum Himbächel-Viadukt. Dort durfte natürlich eine kurze Fotosession nicht fehlen, bevor es über Etzean und Airlenbach zurück Richtung Wahlen ging.
Ganz ohne Zwischenfälle verlief die Tour allerdings nicht. Auf einem losen Schotterstück verlor ein Fahrer kurzzeitig den Grip am Vorderrad und machte unfreiwillig Bekanntschaft mit dem Boden. Ein paar Schürfwunden an Knie und Ellenbogen waren die Folge. Doch da Mountainbiker bekanntlich aus einem etwas härteren Holz geschnitzt sind und sich – anders als Fußballer – nicht einfach auswechseln lassen können, hieß es: Staub abschütteln, kurz durchatmen und wieder rauf aufs Rad.
In Wahlen durfte die obligatorische Einkehr natürlich nicht fehlen. Im Biergarten der Burg Waldau wurden die verlorenen Kalorien und Flüssigkeitsreserven wieder aufgefüllt, bevor die Gruppe gut gelaunt den Heimweg nach Hammelbach antrat.
Ein besonderes Highlight der Tour: Familie Schmitt war mit drei Generationen vertreten – Opa, Sohn und Enkel. Ein schöner Beweis dafür, dass Radsport Generationen verbindet und das Alter dabei nur eine Zahl ist.
Samstag – Der längste Tag des Jahres
Während andere am Samstag ausschliefen, machten sich zwei besonders motivierte – oder verrückte – Rennradfahrer bereits um 6:30 Uhr auf den Weg zum Großen Feldberg im Taunus.
Die Route führte über Reichelsheim, Dieburg, Neu-Isenburg, Frankfurt, Bad Soden und Königstein hinauf zum Großen Feldberg. Zurück ging es über Oberursel, Bad Vilbel, Offenbach, Dietzenbach, Dieburg, Weschnitz und schließlich wieder nach Hammelbach.
Die Bilanz kann sich sehen lassen:
- 205 Kilometer
- 1.900 Höhenmeter
- 8,5 Stunden im Sattel
Ein langer Tag, viele Eindrücke und vermutlich ausreichend Muskelkater für die kommenden Tage.
Sonntag – Stadtradeln und perfektes Timing
Der Sonntag begann mit einem weiteren Höhepunkt. Zur Ehrung des Stadtradelns trafen sich um 9:00 Uhr insgesamt 15 Radler am Hammelbacher Rathaus, um gemeinsam über den Ulfenbachradweg nach Wald-Michelbach zu fahren.
Um 9:45 Uhr durften wir am Einhaus unsere Urkunde sowie ein kleines Präsent von Bürgermeister Markus Röth entgegennehmen. Besonders stolz macht uns dabei, dass unser Team mit großem Abstand die meisten Kilometer aller Mannschaften aus Grasellenbach, Wald-Michelbach und Abtsteinach gesammelt hat.
An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an alle, die mitgeradelt und Kilometer gesammelt haben!
Nach der Ehrung war der Tag natürlich noch lange nicht vorbei. Die Tour führte weiter über Spechtbach nach Siedelsbrunn, einmal rund um den Kottenberg und zurück zum Zollstock. Ein schöner Singletrail brachte die Gruppe anschließend leicht ansteigend zum Adlerstein. Über eine größere Schleife ging es weiter nach Schönbrunn, wo die wohlverdiente Einkehr wartete.
Frisch gestärkt führte der Rückweg erneut über den Zollstock und Siedelsbrunn. Über die Kreidacher Höhe ging es schließlich auf dem Kunstweg zum letzten kräftezehrenden Anstieg hinauf auf die Tromm.
Und auch diesmal zeigte sich, dass unsere Tourenplanung inzwischen fast wissenschaftliche Präzision erreicht hat: Alle Teilnehmer kamen wenige Minuten vor einem kräftigen Regenschauer trocken zuhause an. Besser kann man eine Tour kaum timen.
Fazit: Drei Tage, drei völlig unterschiedliche Touren, zahlreiche Kilometer, viele Höhenmeter, eine Ehrung, ein kleiner Sturz, drei Generationen auf dem Rad und jede Menge gute Laune. Genau so sieht ein perfektes Radsport-Wochenende aus!


